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Spanplatte, Calciumsulfat, Stahl, Aluminium oder Glas: Jeder Plattentyp unterscheidet sich in Tragfähigkeit, Gewicht, Brandverhalten und Schalldämmung. Hier sehen Sie die Unterschiede im Überblick.
| Plattentyp | Dicke | Systemgewicht | Punktlast | Brandverhalten ohne Belag * |
|---|---|---|---|---|
| Spanplatte | 28 bis 38 mm | 24 bis 50 kg/m² | bis 10 kN | B |
| Calciumsulfat | 20 bis 44 mm | 36 bis 90 kg/m² | 2 bis 20 kN | A1 oder A2 |
| Stahl | 28 bis 44 mm | 30 bis 45 kg/m² | 3 bis 7 kN | A1 |
| Aluminiumguss | 44 bis 62 mm | 27 bis 42 kg/m² | 5 bis 10 kN | A1 oder A2 |
| Glas | ca. 38 mm | ca. 89 kg/m² | ca. 5 kN | A1 |
* Brandverhalten der Platte ohne Belag. A1 und A2 sind nicht brennbar, B ist schwer entflammbar. Ein Belag wie Teppich oder Vinyl kann die Klasse herabsetzen. Werte aus veröffentlichten Produktdaten von Doppelbodenherstellern. Der genaue Wert hängt von Dicke, Unterseite, Bodenbelag und Unterkonstruktion ab. Für jedes Projekt stellen wir das Datenblatt der gewählten Platte bereit.
Platten mit einem Kern aus hochwertiger, hochverdichteter Spanplatte, meist mit einer Unterseite aus Aluminiumfolie oder Stahlblech. Spanplatte ist leicht und günstig und daher in vielen Büros Standard. Eine Spanplatte ist zwar brennbar, aber schwer entflammbar (Klasse B), und ein Doppelboden aus Spanplatte erreicht einen Feuerwiderstand bis REI 30. Wählen Sie eine Ausführung der Emissionsklasse E1, damit kaum Formaldehyd freigesetzt wird.
Calciumsulfat ist eine Mischung aus Gips, Wasser und Papierfasern, unter hohem Druck zu einer sehr dichten Platte von ca. 1.500 bis 1.600 kg/m³ gepresst. Sie ist etwa doppelt so schwer wie Spanplatte, und das zeigt sich in den Eigenschaften: Die Platte ist nicht brennbar (A2 oder A1), dämmt Schall gut und verträgt etwas Feuchtigkeit besser. Mit der passenden Dicke und Unterkonstruktion erreicht ein Calciumsulfatboden einen Feuerwiderstand von REI 30 bis REI 60.
Dank der großen Bandbreite an Tragfähigkeit, von 2 kN im Büro bis 20 kN im Technikraum, ist Calciumsulfat die meistverwendete Platte für einen Computerboden.
Stahlplatten sind pulverbeschichtet oder verzinkt und vollständig nicht brennbar (A1). Sie sind leicht und stabil und werden häufig in Rechenzentren eingesetzt. Oft als Lüftungsplatte: Mit einem offenen Querschnitt von 12 bis 51 Prozent führt die Platte kühle Luft aus dem Bodenhohlraum zu den Serverracks. Einige Ausführungen haben eine regelbare Klappe, um den Luftstrom pro Platte einzustellen.
Platten aus Aluminiumguss sind leicht, stabil und nicht magnetisch. Sie werden vor allem in Reinräumen und in der Hightech-Fertigung eingesetzt, oft perforiert mit einem offenen Querschnitt bis über 50 Prozent für die Luftströmung und mit einer leitfähigen Pulverbeschichtung zur Ableitung statischer Ladung.
Glasplatten aus Verbundsicherheitsglas machen den Raum unter dem Boden sichtbar, etwa in einem Showroom oder Museum. Sie sind nicht brennbar, aber schwer, und werden meist mit herkömmlichen Platten kombiniert.
Beim Brandschutz eines Doppelbodens geht es um zwei Dinge, die oft verwechselt werden:
Unter dem Boden können zudem Brandschotts eingebaut werden, damit sich Feuer und Rauch nicht über den Bodenhohlraum ausbreiten.
Ein Doppelboden hat einen Hohlraum, der wie ein Schallkanal wirken kann. Deshalb werden drei Werte gemessen:
Schwerere Platten dämmen im Allgemeinen besser, doch der Aufbau des gesamten Bodens bestimmt das Ergebnis: Bodenbelag, Randabdichtung und Schotts unter dem Boden zählen mindestens genauso. Für Besprechungsräume und Büros mit hohen Anforderungen gibt es zudem spezielle Akustikplatten, die Schall im Raum selbst absorbieren.
Die Platten liegen auf verstellbaren, verzinkten Stahlstützen, die auf den Rohboden geklebt werden. Die Höhe ist von ca. 25 mm bis 2.000 mm einstellbar, in Sonderfällen auch höher. Ab etwa 500 mm Höhe werden die Stützen meist mit Rasterstäben (Stringern) für zusätzliche Stabilität verbunden. Für schwere Punktlasten über 20 kN, etwa Transformatoren oder USV-Anlagen, setzen wir einen Systemboden mit Stahl-C-Profilen ein. Lesen Sie auch, wie hoch ein Doppelboden sein kann.
Beginnen Sie bei der Belastung und den Brandschutzanforderungen. Für ein Büro reicht oft eine Calciumsulfat- oder Spanplatte mit 2 bis 4 kN. Ein Rechenzentrum oder Technikraum erfordert meist Calciumsulfat oder Stahl in einer höheren Klasse, ein Reinraum perforiertes Aluminium. Die europäische Norm EN 12825 teilt Platten anhand der Bruchlast in Klassen ein, von Klasse 1 (mindestens 4 kN) bis Klasse 6 (mindestens 12 kN). Mit dem üblichen Sicherheitsfaktor 2 beträgt die zulässige Nutzlast die Hälfte davon.
Wir arbeiten mit Platten verschiedener europäischer Hersteller und empfehlen für jedes Projekt die Platte, die zu Ihrer Belastung, Ihren Brandschutzanforderungen, Ihrer Akustik und Ihrem Budget passt.
Calciumsulfat in schwerer Ausführung und Aluminiumguss erreichen die höchsten Punktlasten, von 10 bis 20 kN. Für noch schwerere Lasten setzen wir einen Systemboden mit Stahlprofilen ein.
Ja. Calciumsulfat, Stahl, Aluminium und Glas sind nicht brennbar (A1 oder A2). Spanplatte ist schwer entflammbar. Mit dem richtigen Aufbau erreicht der komplette Boden einen Feuerwiderstand von REI 30 bis REI 60.
Dass der komplette Boden im Brandfall mindestens 30 Minuten Tragfähigkeit, Raumabschluss und Wärmedämmung behält. REI 60 oder F60 steht für 60 Minuten.
Schwere Platten wie Calciumsulfat dämmen am besten. Mit Teppich als Bodenbelag wird auch der Trittschall deutlich reduziert. Für zusätzliche Absorption gibt es Akustikplatten.